PEG-Sonde: perkutane endoskopische Gastrostomie

PEG-Sonde (perkutane endoskopische Gastrostomie): Definition, Einsatz und Alltagstipps

Ist Essen und Trinken oral (über den Mund) über längere Zeit nicht oder nicht ausreichend möglich, kann eine PEG-Sonde die Versorgung mit Energie, Nährstoffen und Flüssigkeit sichern. 

Eine PEG-Sonde (perkutane endoskopische Gastrostomie, kurz PEG) ist eine Ernährungssonde, die durch die Bauchdecke direkt in den Magen gelegt wird, um eine langfristige Ernährung zu ermöglichen. Über den künstlich geschaffenen Zugang, das Stoma, können Sondennahrung und Flüssigkeit verabreicht werden.

In diesem Artikel lesen Sie, was eine PEG-Sonde ist, wann sie eingesetzt wird, welche Risiken bzw. Komplikationen möglich sind und worauf im Alltag zu achten ist.

PEG-Sonde Aussehen

Was ist eine PEG-Sonde und wie sieht sie aus?

Eine PEG-Sonde ist ein dünner Kunststoffschlauch, der durch die Bauchdecke direkt in den Magen gelegt wird, und vor allem dann eingesetzt wird, wenn eine langfristige enterale Ernährung erforderlich ist – im Unterschied zur meist eher kurzfristigen Ernährung über eine Nasensonde. „Perkutan“ bedeutet „durch die Haut“ (lat. per = durch, cutis = Haut); der künstlich geschaffene Zugang, über den die PEG platziert wird, heißt Stoma.

Von außen ist meist nur ein etwa 10 bis 20 cm langes Stück des flexiblen Sondenschlauchs mit Ansatz/Anschluss sichtbar, über den Sondennahrung und Flüssigkeit verabreicht werden können.

Damit die Sonde sicher sitzt, wird sie über zwei Haltesysteme fixiert: Die äußere Halteplatte liegt auf der Bauchdecke und hält die PEG an Position. Die innere Halteplatte fixiert die Sonde an der Magenwand und verhindert, dass sie verrutscht oder herausrutscht.

Wann wird eine PEG-Sonde eingesetzt? (Indikationen)

Eine PEG-Sonde kommt vor allem dann infrage, wenn Betroffene krankheitsbedingt über einen längeren Zeitraum (> 2 bis 4 Wochen) nicht ausreichend essen und trinken können, zum Beispiel bei Schluckstörungen oder wenn durch eine schwere Erkrankung eine Mangelernährung bzw. ein Flüssigkeitsmangel droht.

Häufige Gründe für die Anlage einer PEG-Sonde sind zum Beispiel:

  • Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Schädelhirn-Trauma, ALS, Morbus Parkinson, apallisches Syndrom),
  • neurogene Schluckstörungen bei Kindern,
  • Tumorerkrankungen (z.B. Kopf-Hals-Tumore, Tumorkachexie, strahlenbedingte Schäden),
  • Engstellen (Stenosen) oder Fisteln in der Speiseröhre,
  • Mangelernährung im Zusammenhang mit Morbus Crohn, Kurzdarm-Syndrom oder Mukoviszidose.

Viele Betroffene empfinden eine perkutane Ernährungssonde wie die PEG im Alltag als weniger störend als eine Nasensonde, insbesondere, wenn das Schlucken erst wieder erlernt werden muss.

Wenn der Magen-Darm-Trakt nutzbar ist, wird eine enterale Ernährung über eine PEG gegenüber der parenteralen Ernährung (über die Vene direkt ins Blut) häufig bevorzugt, da sie die Darmbewegung unterstützt, die Magen-Darm-Flora aufrechterhält und oft besser verträglich ist.

Kontraindikationen PEG-Sonde

Wann ist eine PEG-Sonde nicht geeignet? (Kontraindikationen)

Nicht geeignet ist eine PEG-Sonde bei schweren Gerinnungsstörungen, Magenausgangstenosen, wenn eine Endoskopie nicht durchgeführt werden kann, sowie bei allgemeinen Kontraindikationen für eine enterale Ernährung wie Ileus (Darmverschluss) oder Peritonitis (Bauchfellentzündung).

Darüber hinaus können auch individuelle Gründe gegen eine PEG-Sonde sprechen – zum Beispiel die Ablehnung durch den Betroffenen. 

Wichtig zu wissen

Die Entscheidung für oder gegen eine PEG-Sonde sollte immer individuell und gemeinsam mit dem Behandlungsteam, dem Betroffenen selbst und ggf. den Angehörigen getroffen werden. Eine Rolle spielen dabei Grunderkrankung, Prognose, Lebensqualität und die persönlichen Wünsche. Grundlage ist eine verständliche Aufklärung über Nutzen, Risiken und Alternativen; auch eine Patientenverfügung kann bei der Entscheidungsfindung wichtig sein.

Vorteile PEG-Sonde

Welche Vorteile hat eine PEG-Sonde?

Perkutane Sonden, wie die PEG, weisen gegenüber Nasensonden einige Vorteile auf:

  • Sichere Langzeiternährung: Eine PEG-Sonde bietet einen direkten und zuverlässigen Zugang für die Langzeiternährung über den Magen.
  • Hoher Komfort und geringe Sichtbarkeit: Die Sonde ist unter der Kleidung meist kaum sichtbar und wird von vielen Betroffenen als komfortable und unkomplizierte Methode empfunden.
  • Sichere Fixierung: Durch die Fixierung im Inneren des Magens (innere Halteplatte) und auf der Bauchdecke (äußere Halteplatte) ist ein Verrutschen oder Herausziehen der Sonde (Sondendislokation) im Vergleich zur Nasensonde eher selten.
  • Geringe Beeinträchtigung bei Schlucktraining: Wenn eine orale Nahrungsaufnahme möglich ist oder Schluckversuche/Schlucktraining stattfinden, beeinträchtigt eine PEG-Sonde den Schluckakt im Vergleich zur Nasensonde kaum.

Welche Nachteile, Risiken und Komplikationen kann es geben?

Anders als bei einer Nasensonde ist das Legen einer PEG-Sonde ein kleiner Eingriff, bei dem Komplikationen auftreten können, auch wenn schwere Ereignisse insgesamt selten sind. Zu den seltenen schwereren Komplikationen zählen z.B. Fistelbildungen, Perforationen oder eine Peritonitis (Bauchfellentzündung), während lokale Wundinfektionen am Stoma häufiger vorkommen. Viele Probleme zeigen sich erst im Langzeitverlauf und stehen oft im Zusammenhang mit Handhabung, Pflege und Materialbelastung.

Mögliche Komplikationen im Langzeitverlauf sind z.B.:

  • Sondenverstopfung (Okklusion), z.B. durch unzureichendes Spülen oder eine nicht sachgerechte Medikamentengabe,
  • Materialdefekte nach längerer Liegezeit, z.B. durch materialschädigende Desinfektionsmittel, Salben oder Tinkturen, die die Wirkstoffe Polyvidon-Iod oder Octenidin enthalten (Beispiele: Betaisodona®, Braunol®, Octenisept®),
  • Schlauchdefekte durch wiederholtes Schließen der Schlauchklemme bzw. Ritsch-Ratsch-Klemme an derselben Schlauchstelle,
  • lokale Wundinfektionen (Rötung, Schwellung, Sekretbildung),
  • Hypergranulation („wildes Fleisch“), z.B. bei zu fester Dauerfixierung der Halteplatte auf der Bauchdecke,
  • Buried-Bumper-Syndrom (eingewachsene innere Halteplatte), z.B. bei unzureichender Mobilisation oder zu starkem Zug auf die innere Halteplatte.
Wichtig zu wissen

Bei zunehmender Rötung, Schwellung, Schmerzen, Fieber, übel riechendem Sekret, Undichtigkeit (Leckage) oder Problemen mit dem Durchfluss sollte der behandelnde Arzt frühzeitig informiert werden.

Mehr zu PEG Komplikationen
Anlage PEG-Sonde

Wie läuft die Anlage einer PEG-Sonde ab? (Pull- und Push-Technik)

Die Anlage einer PEG-Sonde erfolgt in der Regel endoskopisch im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie). Meist ist keine Vollnarkose erforderlich. Häufig wird eine Sedierung und eine örtliche Betäubung eingesetzt. Für viele Betroffene ist der Eingriff wenig belastend und kann je nach Situation ambulant oder mit kurzem Klinikaufenthalt durchgeführt werden.

Grundsätzlich gibt es zwei gängige Verfahren:
1. Pull-Technik (Fadendurchzugsmethode)

Die Fadendurchzugsmethode (Pull-Technik) ist eine technisch einfache und sehr sichere Methode zur Platzierung einer PEG-Sonde, die in der Regel eine nur geringe Komplikationsrate aufweist. Hierbei wird zunächst ein Endoskop über den Mund bis in den Magen eingeführt und der Magen mit Luft entfaltet. Anschließend wird die geeignete Punktionsstelle an der Bauchdecke endoskopisch sicher identifiziert – typischerweise über die Diaphanoskopie (Durchleuchtung/Transillumination). 

Danach wird über eine Punktionsnadel durch die Bauchdecke ein Faden in den Magen eingebracht, endoskopisch mit einer Greifzange gefasst und zum Mund herausgeführt. An diesem Faden wird die PEG-Sonde befestigt und anschließend über Speiseröhre und Magen durch den neu angelegten Kanal (Stoma) nach außen gezogen und mit innerer und äußerer Halteplatte fixiert.

2. Push-Technik (Direktpunktionsmethode)

Ist ein Durchzug über Mund, Rachen oder Speiseröhre nicht möglich oder nicht sinnvoll (z.B. bei Engstellen oder Tumoren im HNO-Bereich), kann eine PEG auch als Direktpunktion (Push-Technik) angelegt werden. Dabei wird die Sonde von außen direkt in den Magen eingeführt.

Ähnlich wie bei der klassischen Fadendurchzugsmethode wird mit einem dünneren Endoskop zunächst nach der optimalen Punktionsstelle gesucht (Diaphanoskopie). Anschließend wird der Magen mit einem speziellen Nahtapparat an der Bauchwand mit 2 bis 3 Nähten fixiert (Gastropexie). Mit einem Stichinstrument (Trokar) werden Magen und Bauchdecke punktiert und ein Ballonkatheter platziert. Der Ballon der Direkt-PEG verhindert hierbei das Herausrutschen aus dem Magen.

Nach etwa 10 Tagen, wenn sich das Magenstoma ausreichend gebildet hat, müssen die Gastropexienähte wieder entfernt werden. Die Ballonsonde kann nach dem Abheilen auch gegen eine kosmetisch unauffälligere Austauschsonde, wie den Button oder Gastrotube, ersetzt werden.

Beginn Ernährung nach PEG-Anlage

Ab wann kann mit der Verabreichung von Sondennahrung begonnen werden?

In vielen Fällen kann bereits wenige Stunden nach der Anlage einer PEG-Sonde (Magensonde) mit der Gabe von Sondennahrung und Flüssigkeit begonnen werden – vorausgesetzt, die Lage ist geprüft und es liegen keine Komplikationen vor. Damit die Sondennahrung gut vertragen wird, ist es empfehlenswert, den Körper langsam an die neue Form der Ernährung zu gewöhnen und daher die Ernährung mit Sondenkost schrittweise aufzubauen. Diese Einschleich- bzw. Kostaufbauphase dauert in der Regel etwa 3 bis 5 Tage.

Mehr zur Einschleichphase

PEG-Sonde wechseln oder entfernen

Perkutane Ernährungssonden wie die PEG-Sonde können bei guter Pflege über viele Monate bis Jahre im Körper verbleiben, ohne gewechselt werden zu müssen. Trotzdem sollte die Sonde regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Gründe für einen Wechsel sind häufig Undichtigkeiten oder Materialdefekte, die die sichere Anwendung beeinträchtigen.

Wenn ein Wechsel ansteht, kann gemeinsam mit dem Behandlungsteam besprochen werden, ob erneut eine PEG-Sonde geeignet ist oder ob eine Austauschsonde sinnvoll sein kann, z.B. ein Button oder eine Gastrotube. Diese Systeme werden häufig genutzt, wenn das Stoma gut ausgeheilt ist und eine alltagstaugliche, oft unauffälligere Lösung gewünscht wird.

Ist die PEG-Sonde nicht mehr erforderlich, kann diese vom Arzt endoskopisch entfernt werden. Dabei wird die PEG-Sonde häufig mithilfe einer Schlinge über den Mund nach außen gezogen. In seltenen Fällen wird die Sonde von außen abgeschnitten und die verbleibende innere Halteplatte kann dann auf natürlichem Weg ausgeschieden werden. Der Zugang in der Bauchdecke (Stoma) verschließt sich in der Regel innerhalb weniger Stunden selbstständig.

Pflege PEG-Sonde

Pflege und Handling einer PEG-Sonde im Alltag

Für eine lange Lebensdauer und gute Funktionalität einer PEG-Sonde sowie zur Vorbeugung von Wundinfektionen sind eine regelmäßige Pflege und eine sorgfältige Handhabung wichtig. Dazu gehören sorgfältige Hautpflege am Stoma, ein fachgerechter Verbandswechsel, die Reinigung des Sondenkonnektors und das Spülen der Sonde. Auch bei der Medikamentengabe über die PEG ist eine abgestimmte Vorgehensweise wichtig, um Verstopfungen (Okklusionen) zu vermeiden.

Damit Sie die wichtigsten Handgriffe nachvollziehen können, finden Sie hier praktische Anleitungen als Video:
Video: Verbandswechsel PEG-Sonde
Verbandwechsel einer PEG-Sonde

In den ersten 5-7 Tagen nach Anlage einer perkutanen Sonde, wie z.B. einer PEG-Sonde, ist ein steriler Verbandwechsel unter aseptischen Bedingungen jeden Tag erforderlich. Bei abgeheilter Wunde und reizlosen Wundverhältnissen kann der Verbandwechsel 2-mal wöchentlich erfolgen. Das Video demonstriert, wie Sie den Verbandwechsel einer PEG-Sonde durchführen sollten. 

Video: Medikamentengabe über eine PEG-Sonde
Medikamentengabe über eine PEG-Sonde

Patienten mit einer Ernährungssonde benötigen oft eine Vielzahl an Medikamenten. Nicht alle Medikamente eignen sich jedoch für die Gabe über eine Sonde, da es durch das Zerkleinern beispielsweise zu einer Überdosierung oder zu Nebenwirkungen kommen kann. Dieses Video zeigt, was Sie bei der Medikamentengabe über eine PEG-Sonde beachten sollten und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen müssen.

Häufige Fragen zur PEG-Sonde (FAQ)

Ist eine PEG-Sonde eine Magensonde?

Ja. Eine PEG-Sonde ist eine Form der Magensonde, weil sie in den Magen führt – allerdings nicht über die Nase, sondern direkt durch die Bauchdecke. Sie ist für die langfristige Ernährung mit Sondennahrung gedacht.

Wie oft muss die PEG-Sonde gewechselt werden?

Eine PEG-Sonde kann bei guter Pflege häufig über viele Monate bis Jahre liegen, ohne gewechselt werden zu müssen. Ein Wechsel wird meist dann notwendig, wenn es zu Undichtigkeiten, Materialdefekten oder Funktionsproblemen kommt. Ein routinemäßiger Wechsel der PEG ist jedoch nicht erforderlich.

Tut eine PEG-Anlage weh?

Die Anlage einer PEG-Sonde ist ein kleiner Eingriff und erfolgt meist mit Sedierung und örtlicher Betäubung, sodass sie von vielen Betroffenen nicht als schmerzhaft erlebt wird. In den Tagen nach der Platzierung können im Bereich des Stomas ein Druckgefühl oder Schmerzen auftreten. Bei starken Schmerzen, Fieber oder zunehmender Rötung sollte der behandelnde Arzt informiert werden.

Kann man mit PEG-Sonde noch essen und trinken?

Das hängt von der Grunderkrankung und der Schluckfähigkeit ab. Bei manchen Betroffenen erfolgt die Ernährung über die PEG-Sonde ergänzend, bei anderen ersetzt sie Essen und Trinken vollständig. Ob und was oral (über den Mund) gegessen bzw. getrunken werden kann, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Was ist der Unterschied zwischen PEG-Sonde und Austauschsonden, wie ein Button?

Die PEG-Sonde ist meist die Initialsonde: Von außen ist ein längerer Schlauch sichtbar, der über eine innere Halteplatte im Magen fixiert wird. Ein Button ist eine Austauschsonde, die erst nach vollständiger Heilung des Stomas eingesetzt werden kann. Der Button liegt flach auf der Haut auf, wird durch einen flüssigkeitsgefüllten Ballon im Magen fixiert und der Verbindungsschlauch zur Nahrungsgabe wird nur bei Bedarf angeschlossen. Dadurch ist der Button kosmetisch oft unauffälliger als eine PEG und kann die Bewegungsfreiheit fördern – besonders bei aktiven Menschen oder Kindern. 

Darf man mit einer PEG-Sonde duschen, baden oder schwimmen?

Sobald das Magenstoma nach der Anlage einer PEG-Sonde abgeheilt und reizlos ist, kann die Körperpflege in der Regel wieder wie gewohnt erfolgen. Häufig ist Duschen nach etwa einer Woche möglich, Baden nach etwa zwei Wochen. Ist das Stoma reizlos, ist auch Schwimmen bedenkenlos möglich.

Nach dem Duschen, Baden oder Schwimmen sollte der alte Verband entfernt und die Haut und der Bereich um das Stoma anschließend gründlich getrocknet werden, bevor ein neuer Verband angelegt wird. Tipp: Bei Bedarf kann das Stoma zusätzlich mit einem wasserfesten Transparentpflaster geschützt werden. 

Welche PEG-Sonden gibt es?

Es gibt unterschiedliche PEG-Sonden und PEG-Systeme, je nach Ausführung und Anlageverfahren (z.B. als klassische PEG oder als Direktpunktions-PEG). Beispiele für PEG-Sonden sind die Flocare® PEG (Nutricia) sowie Freka® PEG, Freka® PEG Pro und das Freka® Hybrid-PEG-Set (Fresenius Kabi). Als Beispiel für eine Direktpunktions-PEG kann die Freka® Pexact genannt werden.

Zusammenfassung PEG-Sonde (Magensonde)

  • Definition: Eine PEG-Sonde (perkutane endoskopische Gastrostomie) ist ein künstlicher Zugang durch die Bauchdecke in den Magen zur langfristigen enteralen Ernährung sowie zur Gabe von Flüssigkeiten und Medikamenten.
  • Anlage: Die Anlage erfolgt endoskopisch im Rahmen einer Magenspiegelung, meist unter leichter Sedierung.
  • Einsatzgebiet: Die PEG-Sonde kommt zum Einsatz, wenn eine langfristige enterale Ernährung notwendig ist, z.B. bei Schluckstörungen, neurologischen Erkrankungen (z.B. ALS, Morbus Parkinson, Schlaganfall) oder Wachkoma.
  • Pflege und Handhabung: Eine sorgfältige tägliche Pflege der Eintrittsstelle, die Kontrolle auf Entzündungszeichen (z.B. Rötung, Schwellung), die regelmäßige Mobilisation sowie das Spülen der Sonde sind entscheidend für eine lange Lebensdauer von mehreren Monaten bis Jahre.

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