In Deutschland leben schätzungsweise 100.000 Menschen mit einer Ernährungssonde. Je nach Krankheitsbild, Ernährungszustand und geplanter Anwendungsdauer kommen unterschiedliche Sondensysteme zum Einsatz, die wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen möchten. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie sie gelegt werden, wo die Sondenspitze liegt (z.B. im Magen oder Dünndarm) und für welchen Zeitraum sie gedacht sind.
Welche Ernährungssonden gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen transnasalen Sonden für die eher kurzfristige Ernährung und perkutanen Sonden, die vor allem bei einer längerfristigen Versorgung eingesetzt werden.
Transnasal bedeutet, dass die Sonde über die Nase eingeführt wird. Dazu zählen nasogastrale Sonden (Sondenspitze liegt im Magen) und nasojejunale Sonden (Sondenspitze liegt im Dünndarm/Jejunum).
Perkutan bedeutet, dass die Sonde durch eine künstlich geschaffene Öffnung in der Bauchdecke, auch Stoma genannt, direkt in den Magen-Darm-Trakt geführt wird.






