Das Stufenschema der Ernährungstherapie umfasst im Wesentlichen folgende Stufen:
Stufe 1: Normalkost, Speisenanreicherung, Sonderkostformen und Ernährungsberatung
Zunächst wird versucht, die normale orale Ernährung zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel eine individuelle Ernährungsberatung, kleine und häufige Mahlzeiten, Wunschkost, Zwischenmahlzeiten, energiereiche Lebensmittel, die Anreicherung von Speisen sowie Sonderkostformen, wenn sie medizinisch sinnvoll sind.
Stufe 2: Trinknahrung, orale bilanzierte Diäten
Reicht die normale Ernährung nicht aus, kann medizinische Trinknahrung ergänzend eingesetzt werden. Orale bilanzierte Diäten können helfen, die Versorgung mit Energie, Eiweiß und weiteren Nährstoffen zu verbessern und Nährstofflücken gezielt zu schließen.
Stufe 3: Enterale Ernährung, Sondenernährung
Ist Essen und Trinken über den Mund nicht oder nicht ausreichend möglich, der Magen-Darm-Trakt aber funktionsfähig, kann eine enterale Ernährung mit Sondennahrung notwendig sein. Die Nahrung wird dabei über eine Sonde direkt in den Magen oder Darm gegeben.
Stufe 4: Parenterale Ernährung
Kann der Magen-Darm-Trakt nicht oder nicht ausreichend genutzt werden, kommt eine parenterale Ernährung infrage. Dabei werden Nährstoffe über eine Infusion direkt in den Blutkreislauf gegeben.
Das Stufenmodell der Ernährungstherapie ist für alle Betroffenen gleichermaßen gültig, egal welche Ursachen der Mangelernährung zugrunde liegen. Der behandelnde Arzt wird mit Ihnen gemeinsam entscheiden, welche Maßnahmen für Sie, Ihren Angehörigen oder die Ihnen zur Pflege anvertraute Person am besten geeignet sind, um den Ernährungszustand zu verbessern.





