Hochkalorische Trinknahrung: Produkte

Trinknahrung: Zusammensetzung und Produktvielfalt

Trinknahrung gibt es heute in vielen unterschiedlichen Varianten. Sie unterscheidet sich unter anderem in der Zusammensetzung, im Energie- und Eiweißgehalt, in der Darreichungsform, in der Konsistenz, im Geschmack und in speziellen Produkteigenschaften.

Diese Vielfalt ist notwendig, weil Trinknahrung in sehr unterschiedlichen Ernährungssituationen eingesetzt wird – zum Beispiel bei Mangelernährung, ungewolltem Gewichtsverlust oder einem erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf infolge einer Erkrankung.

Der folgende Artikel gibt einen Überblick darüber, was in medizinischer Trinknahrung enthalten ist, welche Arten von Trinknahrung es gibt und wie sich Produkte voneinander unterscheiden können.

Zusammensetzung hochkalorische Trinknahrung / Astronautenkost

Nährstoffzusammensetzung: Was ist in Trinknahrung enthalten?

Medizinische Trinknahrungen gehören zu den Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke, den sogenannten bilanzierten Diäten. Ihre Zusammensetzung ist gesetzlich geregelt. Das bedeutet: Für medizinische Trinknahrung ist festgelegt, welche Nährstoffe enthalten sein müssen und in welchen Mengen sie eingesetzt werden dürfen.

In ihrer Nährstoffzusammensetzung ist medizinische Trinknahrung einer ausgewogenen Ernährung sehr ähnlich. Sie wird wie normale Nahrung über den Mund aufgenommen und anschließend im Magen-Darm-Trakt verdaut und resorbiert.

Typischerweise enthält medizinische Trinknahrung energieliefernde Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß sowie lebensnotwendige Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Bei vielen vollbilanzierten Trinknahrungen orientiert sich die Verteilung der Makronährstoffe an den Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung: Kohlenhydrate machen häufig etwa 55 Prozent, Fette rund 30 Prozent und Eiweiß etwa 15 Prozent der Gesamtenergie aus.

Ergänzend können Trinknahrungen Ballaststoffe enthalten, zum Beispiel zur Unterstützung der Verdauung. Auch Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil: Der Wasseranteil vieler Trinkmahlzeiten liegt ungefähr bei 70 bis 80 Prozent. Je nach Produkt und Ernährungsbedarf kann die Zusammensetzung jedoch variieren, etwa bei hochkalorischen, eiweißreichen oder krankheitsspezifischen Trinknahrungen.

Welche Arten von Trinknahrung gibt es?

Medizinische Trinknahrung gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Das liegt daran, dass sich der Energie- und Nährstoffbedarf je nach Alter, Gesundheitszustand, Ernährungsziel und individueller Verträglichkeit deutlich unterscheiden kann. Auch Geschmack, Konsistenz und Alltagstauglichkeit spielen eine wichtige Rolle für die regelmäßige Einnahme von Trinknahrung.

Je nach Bedarf unterscheiden sich Trinknahrungen zum Beispiel im Energie- und Eiweißgehalt, im Ballaststoffanteil, in der Konsistenz, in der Darreichungsform und in den Geschmacksrichtungen. Neben klassischen trinkfertigen Produkten gibt es auch Trinknahrung zum Löffeln, wie Cremes oder Puddings, Pulverprodukte sowie spezielle Trinknahrungen für besondere Ernährungssituationen oder für Kinder.

Die große Produktvielfalt hilft dabei, die Trinknahrung möglichst passend auf den individuellen Bedarf und die persönliche Akzeptanz abzustimmen.

Von hochkalorisch bis eiweißreich: Trinknahrung nach Nährstoffbedarf

Zur Deckung unterschiedlicher Energie- und Nährstoffbedürfnisse gibt es Trinknahrungen mit unterschiedlichem Kalorien- und Eiweißgehalt. Je nach Ernährungsziel kann eine normokalorische, hochkalorische oder besonders eiweißreiche Trinknahrung sinnvoll sein.

  • Normokalorische Trinknahrung enthält in der Regel etwa 1 kcal pro ml. Sie ist auf einen durchschnittlichen Energiebedarf ausgerichtet und kann eingesetzt werden, wenn die normale Ernährung nicht ausreicht, der Energiebedarf aber nicht deutlich erhöht ist.
  • Hochkalorische Trinknahrung beginnt definitorisch ab mehr als 1,2 kcal pro ml. Viele Produkte enthalten 1,5 kcal/ml oder sogar 2,0 kcal/ml. Sie liefert mit wenig Volumen viel Energie und kann daher besonders hilfreich sein, wenn nur kleine Mengen aufgenommen werden können oder der Energiebedarf erhöht ist. Das kann zum Beispiel bei Tumorerkrankungen, größeren Wunden, nach Operationen oder bei Flüssigkeitsrestriktionen, z.B. bei Herzinsuffizienz, relevant sein.
  • Eiweißreiche Trinknahrung enthält einen besonders hohen Proteinanteil (mindestens 20  EN%). Sie kann geeignet sein, wenn ein erhöhter Eiweißbedarf besteht oder ein Eiweißmangel ausgeglichen werden soll, zum Beispiel nach größeren Operationen, bei tiefen Wunden, Verbrennungen oder bei oder dialysepflichtiger Niereninsuffizienz.
Hochkalorische Trinknahrung zum Löffeln

Trinkfertig, löffelbar oder als Pulver: Darreichungsformen von Trinknahrung

Trinknahrung gibt es zudem in unterschiedlichen Darreichungsformen und Konsistenzen: 

  • Verzehrfertige Trinkflaschen mit 125-300 ml Flüssignahrung, wie z.B. lovital® complete energy 2.0 oder Resource® energy,
  • Trinknahrung zum Löffeln in Form von Cremes oder Puddings, wie z.B. Resource® Dessert 2.0, Fortimel® CremeProtien oder Fresubin® Yocrème,
  • Pulver zum Anrühren als Drink oder zum Anreichern von Speisen und Getränken.

Trinknahrung in verschiedenen Geschmacksrichtungen

So unterschiedlich die Bedürfnisse im Energie- und Nährstoffbedarf der Betroffenen sind, so unterschiedlich ist auch der Geschmack. Gerade bei längerer Einnahme sollte Ihnen oder Ihrem Angehörigen Trinknahrung auch gut schmecken. Daher werden Trinknahrungsprodukte in vielen Geschmackssorten angeboten – von süß bis herzhaft. Gängige Geschmacksrichtungen vieler Hersteller von Trinknahrung sind z.B.: 

  • neutraler Geschmack,
  • fruchtiger Geschmack, wie z.B. Erdbeere, Banane, Himbeere, Waldfrucht, Pfirsich oder Aprikose,
  • Vanille,
  • Schokolade,
  • Kaffee / Cappuccino,
  • Nuss
  • oder Keks.

Viele Hersteller bieten Trinknahrung nicht nur in sortenreinen Verpackungen, sondern auch als Mischkarton mit unterschiedlichen Geschmacksvarianten. So können Sie ausprobieren, welche Geschmacksrichtung Ihre Lieblingssorte ist. Zudem ermöglicht die große Geschmacksvielfalt viel Abwechslung im Alltag. 

Eis mit hochkalorischer Trinknahrung
Schon gewusst?

Sie können Trinknahrung nicht nur pur genießen. Gerade neutrale Geschmacksvarianten eignen sich auch gut für die Zubereitung von leckeren, energie- und eiweißreichen Mahlzeiten. Ob als erfrischendes Eis an heißen Tagen, als wärmende Suppe, als süßes Dessert oder herzhafte Beilage zu Ihrem Lieblingsgericht. Probieren Sie es aus. 

Zu den Rezepten
Vegane Trinknahrung

Pflanzliche Trinknahrung: vegane und vegetarische Varianten

Neben Geschmack, Konsistenz und Verträglichkeit wünschen sich manche Betroffene auch bei einer Ernährungstherapie mit Trinknahrung vegetarische oder vegane Produktalternativen.

Viele klassische Trinknahrungen enthalten jedoch Milcheiweiß. Teilweise können auch weitere Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten sein, zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl. Damit erfüllen nicht alle medizinischen Trinknahrungen die Anforderungen an eine vegetarische oder vegane Ernährung.

Als vegan gelten Lebensmittel und Produkte nur dann, wenn sie nicht aus Tieren oder tierischen Bestandteilen hergestellt werden und auch bei der Herstellung keine tierischen Erzeugnisse eingesetzt werden. Pflanzliche Trinknahrungen basieren daher in der Regel auf pflanzlichen Proteinquellen und sind frei von Milcheiweiß.

Bislang gibt es nur wenige Produkte, die 100% pflanzlich sind und somit sowohl als vegetarisch als auch als vegane Trinknahrung gelten: 

Neben der veganen Ernährung eignen sich die Produkte auch für Betroffene, die eine milcheiweißfreie und laktosefreie Ernährung suchen sowie für Menschen mit Symptomen gastrointestinaler Unverträglichkeit ohne klare Ursache, wie z.B. mit Blähungen, Erbrechen oder Durchfällen. 

Trinknahrungen für Ernährungsprobleme bei spezifischen Erkrankungen

Manche Erkrankungen stellen besondere Anforderungen an die Ernährung. Daher gibt es krankheitsspezifische bzw. stoffwechseladaptierte Trinknahrungen, die optimal auf die veränderten Ernährungsbedürfnisse der unterschiedlichen Erkrankungen angepasst sind. 

Trinknahrung bei Schluckstörungen

Menschen mit einer Schluckstörung fällt das Schlucken von Speisen und Getränken schwer. Nicht alle Nahrungskonsistenzen und Flüssigkeiten können gleich gut geschluckt werden. Daher gibt es für Betroffene mit einer Schluckstörung (Dysphagie) spezielle Trinknahrungen mit einer dickflüssigeren Konsistenz (honigartig) als herkömmliche Trinknahrung, die das Schlucken erleichtern, wie z.B. Dysphago® von Fresenius Kabi. Cremige oder puddingartige Trinknahrungen zum Löffeln sind für Menschen mit Schluckproblemen zusätzlich eine gute Unterstützungsmöglichkeit bei Gewichtsverlust und Mangelernährung.

Produktbeispiele für hochkalorische und vollbilanzierte Trinknahrungen zum Löffeln sind: 

Niedermolekulare Trinknahrung bei eingeschränkter Verdauungs- und Resorptionsleistung

Bei niedermolekularen Trinknahrungen sind Energie und Nährstoffe, wie z.B. Eiweiß und Fette, bereits in kleinere Bausteine aufgespalten (hydrolisiert), so dass sie vom Körper leichter verwertet werden können. So enthalten die Nahrungen z.B. Eiweiß als Aminosäuren und Peptide, Kohlenhydrate als Mono- und Disaccharide und Fette als Fettsäuren mit mittlerer Kettenlänge (MCT-Fette). Niedermolekulare Trinknahrungen werden oftmals auch als Oligopeptiddiäten bezeichnet und eignen besonders gut bei eingeschränkter Verdauungs- und Resorptionsleistung, wie z.B. bei Kurzdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Produktbeispiele für niedermolekulare Trinknahrungen sind z.B.

Trinknahrung bei Fettverwertungsstörungen

Bei einer Fettverwertungsstörung, wie z.B. bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, führt der Verzehr von fetthaltigen Nahrungsmitteln zu Problemen, wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fettstühlen. Trinknahrungen für den Einsatz bei Fettverwertungsstörungen sind daher fettfrei und enthalten meist keine Ballaststoffe. So können die Flüssignahrungen leicht verdaut und resorbiert werden. 

Produktbeispiele für Trinknahrungen bei Fettverwertungsstörungen sind z.B.:

Trinknahrung bei Niereninsuffizienz

Die Ernährung spielt bei Niereninsuffizienz eine entscheidende Rolle. Je nach Stadium der Nierenerkrankung müssen Betroffene bei der Lebensmittelzufuhr sehr genau auf den Kalium- und Phosphatgehalt, die Flüssigkeitsmenge sowie die Eiweißzufuhr achten. Trinknahrungen für Menschen mit einer Niereninsuffizienz berücksichtigen daher diese besonderen Ernährungsbedürfnisse. So sind die Trinknahrungen für diese Zielgruppe sehr energiereich und enthalten wenig Kalium und Phosphat. Zudem enthalten Produkte, die speziell für die Prä-Dialyse-Phase bestimmt sind, einen geringen Anteil an Eiweiß. 

Trinknahrungen für Dialysepatienten sind dagegen hochkalorisch, eiweißreich und besitzen ebenfalls eine dialysegerechte Anpassung des Elektrolytgehalts. Da Menschen mit einer Niereninsuffizienz auch immer auf die Flüssigkeitszufuhr achten müssen, bietet Trinknahrung einen großen Vorteil: Die Nahrungen enthalte Nährstoffe und Energie in einem kleinen, genau bestimmbaren Flüssigkeitsvolumen.

Produktbeispiele für Trinknahrung bei einer nicht dialysepflichtigen Niereninsuffizienz (Prä-Dialyse) sind z.B.: 

Produktbeispiele für Trinknahrung bei dialysepflichtiger Niereninsuffizienz sind z.B.:

  • Renilon® 7.5 von Nutricia
  • Renalive HP Drink von Fresenius Kabi
  • Restoric® Nephro Drink und Restoric nephro intra D von Vitasyn
  • Nutrego Renal HP von Nutrego
Trinknahrung bei Diabetes mellitus / Blutzuckerschwankungen

Trinknahrungen für Diabetiker berücksichtigen die verminderte Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse und unterstützen durch ihre Zusammensetzung Betroffene dabei, den Blutzuckerspiegel im Normbereich zu halten. Diabetikergeeignete Trinknahrungen enthalten daher, anders als Standardtrinknahrungen, als Kohlenhydratquelle oftmals Stärke. So können Blutzuckerspitzen nach dem Verzehr vermeiden und ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel erreicht werden. Diabetikernahrungen enthalten zudem Ballaststoffe, die den Insulinbedarf senken können. Meist besitzen Trinknahrungen für Diabetiker zusätzlich eine spezielle Fettzusammensetzung, die reich an ungesättigten Fettsäuren ist und so eine Senkung der Blutfettwerte unterstützen kann. 

Produktbeispiel für eine Trinknahrung bei Diabetes mellitus bzw. Blutzuckerschwankungen ist z.B. Diben® Drink von Fresenius Kabi.

Trinknahrung bei Wundheilungsstörungen (z.B. Dekubitus)

Menschen mit chronischen Wunden haben einen höheren Energie- und Flüssigkeitsbedarf als gesunde Menschen. Daher eignet sich medizinische Trinknahrung sehr gut, um den Mehrbedarf an Energie auszugleichen. Bei Druckgeschwüren (Dekubitus), Wundheilungsstörungen und großen Wunden ist die Zufuhr von Eiweiß zudem sehr wichtig, denn Eiweiß ist für den Aufbau von Zellen und Gewebe notwendig. Daher unterstützen vor allem eiweißreiche und hochkalorische Trinknahrungen die Wundheilung positiv. Zusätzlich ist die Zufuhr von Antoxidantien, wie Vitamin A und C, sowie Spurenelementen, wie z.B. Zink, für die Wundheilung vorteilhaft und hilft zudem, Entzündungen und Infektionen vorzubeugen.

Produktbeispiele für Trinknahrungen bei Wundheilungsstörungen sind z.B. 

 

Trinknahrung bei Krebs

Menschen mit einer Tumorerkrankung verlieren sehr häufig bereits vor Diagnosestellung an Gewicht und entwickeln nicht selten eine Mangelernährung. Zudem haben Krebskranke einen höheren Eiweißbedarf als Gesunde, da sich unter Einfluss des Tumors oftmals der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel verändert. So verbrennt der Körper zur Energiegewinnung vermehrt Fette und Eiweiß. 

Für Krebspatienten eignen sich daher vor allem hochkalorische und eiweißreiche Trinknahrungen, da sie in einer kleinen Trinkportion viel Energie und Eiweiß enthalten, wie z.B. die verordnungsfähige Trinknahrung lovital® complete energy 2.0.

Hochkalorische Trinknahrung für Kinder.

Trinknahrung für Kinder: altersgerechte Produkte

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Daher sind Trinknahrungen für Erwachsene für Kinder meist ungeeignet bzw. mit besonderer Vorsicht zu verwenden. Eine Einnahme sollte vorab mit dem Arzt oder Ernährungsberater abgestimmt werden. 

Für Kinder gibt es daher spezifische Trinknahrungen, wie z.B. Nutrini® Drink von Nutricia, Frebini® Drink von Fresenius Kabi oder Resource® Junior von Nestlé Health Science, die speziell auf die Bedürfnisse der Kleinsten zugeschnitten sind. Diese unterscheiden sich somit in ihrer Zusammensetzung von Trinknahrungen für Erwachsene.

Produktfinder Trinknahrung
Welches Produkt ist das Passende?

Sie möchten herausfinden, welches die passende Produktlösung für Ihre Bedürfnisse ist? Dann nutzen Sie unseren Produktfinder für die medizinische Trinknahrung. 

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Häufige Fragen zur Zusammensetzung und Produktvielfalt von Trinknahrung

Wie ist Trinknahrung zusammengesetzt?

Die Zusammensetzung medizinischer Trinknahrung kann je nach Produkt variieren. In der Regel enthält sie energieliefernde Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß sowie Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Viele Produkte sind vollbilanziert und können den Körper bei sachgerechter Anwendung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen.

Worin unterscheiden sich Trinknahrungen am stärksten?

Trinknahrungen unterscheiden sich vor allem in Energiedichte, Eiweißgehalt, Ballaststoffanteil, Kohlenhydratprofil, Konsistenz, Geschmack und Darreichungsform. Zusätzlich gibt es Spezialprodukte für besondere Ernährungssituationen, zum Beispiel bei Diabetes, Niereninsuffizienz, Fettverwertungsstörungen oder Schluckstörungen.

Sind alle Arten von Trinknahrung verordnungsfähig?

Nicht jede Trinknahrung ist automatisch verordnungsfähig. In der Regel können vollbilanzierte Trinknahrungen auf Rezept verordnet werden, wenn die Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung fehlt oder eingeschränkt ist und andere ernährungstherapeutische Maßnahmen nicht ausreichen. Teilbilanzierte Trinknahrungen sind dagegen meist nicht zulasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnungsfähig.

Bei speziellen Trinknahrungen kann die Verordnungsfähigkeit zusätzlich an bestimmte medizinische Voraussetzungen gebunden sein. So sind zum Beispiel Produkte für Patienten mit Niereninsuffizienz in der Regel nur bei entsprechender Diagnose und medizinischer Notwendigkeit angezeigt. Entscheidend sind daher immer die individuelle Ernährungssituation, die medizinische Begründung und die geltenden Vorgaben zur Verordnungsfähigkeit.

Warum gibt es Trinknahrung mit und ohne Ballaststoffe?

Ballaststoffhaltige Trinknahrung kann die Verdauung unterstützen und zur normalen Darmfunktion beitragen. Ballaststofffreie Produkte können dagegen sinnvoll sein, wenn Ballaststoffe vorübergehend nicht gut vertragen werden oder aus medizinischen Gründen reduziert werden sollen. Beispiele sind schwere Passagestörungen im Darm, ausgeprägte Engstellen im Verdauungstrakt oder bestimmte akute Erkrankungsphasen, in denen eine ballaststoffarme Ernährung medizinisch angezeigt ist.

Welche Arten von Trinknahrung gibt es?

Trinknahrung gibt es in vielen verschiedenen Arten und Varianten. Dazu zählen unter anderem normokalorische, hochkalorische und eiweißreiche Trinknahrungen sowie Produkte mit oder ohne Ballaststoffe. Außerdem unterscheiden sich Trinknahrungen in Darreichungsform, Konsistenz, Geschmack und speziellen Produkteigenschaften. Neben Trinknahrung für Erwachsene gibt es auch spezielle Trinknahrung für Kinder, deren Zusammensetzung an den altersabhängigen Energie- und Nährstoffbedarf angepasst ist.

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